Clubwanderung
12./13. September 2026
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Von Sekt-Gipfeln und 41 "Bonus-Höhenmetern"
Am Wochenende vom 12. und 13. September 2026 war es wieder so weit: Die legendäre Clubwanderung des SSC stand an. Acht topmotivierte Wandervögel trafen sich frühmorgens am Bahnhof Turbenthal mit dem ambitionierten Ziel, die Calanda Hütte oberhalb von Chur zu stürmen.
Mit an Bord der ersten Etappe waren Barbara Sp., Irene, Beat, Andrea, Christoph, Loris, Hansueli und Bruno. Pünktlich um halb sieben rollte der Bus Richtung Pfäffikon an. Unterwegs mutierte der Bus zum Einsammler: An der Haltestelle Fridtal sprangen Barbara Z. und Thomas auf, und in Madetswil machte Fabian die Wandertruppe komplett. Im Zug von Zürich nach Chur starteten wir direkt mit dem sportlichen Höhepunkt des Vormittags: dem traditionellen Sekt-Frühstück. Dank Barbara und Thomas (Gipfeli) sowie Irene und Bruno (Sekt) war die Stimmung schon vor den Bergen auf dem Gipfel. Nach einem kurzen, beschwingten Koffein-Zwischenstopp im Café Maron in Chur spuckte uns das Postauto schliesslich in Haldenstein Dorf aus.
Jetzt gab es kein Zurück mehr: Rucksäcke schultern und hinein in den Wadenbeisser des Tages – 1500 Höhenmeter auf 10 Kilometern. Während Barbara Sp. und Bruno bei einer Burgruine noch Zeit für einen Geocache fanden, zog sich das Feld aufgrund minimaler konditioneller Differenzen bald wie ein Kaugummi auseinander. Beim gemeinsamen Mittagessen unter strahlendem Himmel und mit Postkartenblick aufs Rheintal waren aber alle Strapazen vergessen. Nach rund fünf Stunden hatten fast alle die Hütte erreicht. Thomas und Bruno bewiesen echten Gentleman-Geist, gingen den letzten beiden Nachzüglern entgegen und retteten sie vor dem Rucksack-Gewicht. Die Belohnung folgte sofort: ein kühles Getränk und ein wohlverdientes Zvieriplättli. Nur Hansueli hatte immer noch nicht genug Eisen im Blut: Er erklomm mal eben noch schnell den Haldensteiner Calanda (2805 m) und schickte uns Neid erzeugende Gipfelfotos.
Der Bezug des Matratzenlagers glich strategischem Schach: Jede/r versuchte, sich in maximaler Distanz zu potenziellen, nächtlichen Sägewerken (Schnarchern) zu platzieren. Als alle ihr vermeintlich ruhiges Plätzchen ergattert hatten, ging es zum gemütlichen Teil über. Das aufgestellte Hüttenteam verwöhnte uns kulinarisch, und bei intensivem Geplauder, herrlicher Tratscherei und dem einen oder anderen Verdauungsschnäpsli schlug es viel zu schnell 22 Uhr: Ab in die Heia!
Die Nacht verlief – wie sollte es in einer SAC-Hütte anders sein – für einige eher im Halbschlaf. Irene und Barbara Sp. flüchteten frühmorgens vor die Hütte, um den Sonnenaufgang zu erwarten. Auch Hansueli war wieder im Turbo-Modus unterwegs, um das Spektakel vom Gipfel aus zu sehen. Sagen wir es so: Entweder war Hansueli fünf Minuten zu spät dran, oder die Schweizer Sonne hatte es einfach zu eilig – er verpasste den perfekten Moment knapp.
Nach dem leckeren Frühstück und einem erfolgreichen Hüttencache-Fund war das Tagesziel St. Margrethenberg. Bei der Vazer Alp mussten wir uns leider schweren Herzens von Christoph und Loris trennen, die sich ein Privattaxi ins Tal gönnten (Insider munkeln, die Waden streikten). Der Rest marschierte munter weiter – schliesslich hatte man uns versprochen, es gehe heute nur bergab. Doch Oberwandervogel Bruno hatte andere Pläne. Bei der Mastrilser Alp bog er schwungvoll nach links ab – und es ging steil nach oben. Kollektiver Unmut machte sich breit. Brunos präzise GPS-Auswertung zu Hause ergab später: Es waren doch „nur“ 41 Bonus-Höhenmeter. Immerhin war die Aussicht grandios. Enttäuscht wurden wir erst an der Alpwirtschaft Salaz – der Alpbetrieb war eingestellt, die Hütte dicht, der Durst gross.
Rettung nahte im Buura Beizli Höf: Bei Bier, Kaffee, Kuchen und herbstlichem Vermicelles wurde die Pause ausgiebig zelebriert. Nach einer kurzen Abkühlung am Dorfbrunnen läutete die SBB das Finale ein: Wegen Bauarbeiten durften wir die Heimreise stehend in einem kuschelig vollen Ersatzbus geniessen. In Rüti verabschiedeten wir uns von Fabian, während der harte Kern sich vor der Heimfahrt mit der S26 noch eine wohlverdiente Döner- und Pommes-Stärkung gönnte.
Einige von uns spürten die Knochen/Muskeln sicherlich noch bis Mitte der Woche. Der Oberwandervogel hat für nächstes Jahr Besserung gelobt und etwas „Gemütliches“ versprochen. Wir nehmen ihn beim Wort! Vielen Dank an alle für dieses unvergessliche Wochenende!

Hansis Fernsicht vom Calanda-Gipfel

























